Aller guten Dinge sind drei!

21. Sep. 2016

Wer sich fragt, woher die neuen Sitzbänke und Tische auf dem Schulgelände kommen- ja, die Franzosen waren auch im Schuljahr 2015/2016 da und arbeiteten gemeinsam mit der 1BFZ an der Attraktivitätssteigerung des alten Raucherhofes der GSWN.… Zum dritten Mal fand der Austausch der Partnerschule Lycée Professionnel Étienne Legrand in Le Coteau und unserer Schule statt. Bereits Ende April ergänzten die angehenden Schreiner innerhalb einer Woche unter dem Titel „unser Hof soll schöner werden“ die Sitzgruppe des Pausenbereichs, unterstützt vom eingespielten deutsch- französischen Kollegenteam Chanut- Morel- Lathulière und Luft- Schanz- Dill.

Für das Kennenlernen von „Ländle und Leute“ stand ein kompakter Ausflugstag nach Stuttgart auf dem Programm: eine Führung durch die Produktionshallen der Firma Porsche, das Erkunden von S-City und abschließend die Besichtigung der Schreinerei Fischer in Fellbach, zu der der gastfreundliche Chef spontan die ganze Gruppe zu einem Vesper in seinen Ausstellungsräumen einlud.

Im Juni waren zwei Schülerinnen und neun Schülern der 1BFZ in Frankreich- zwei Teilnehmer mussten krankheitsbedingt in Waiblingen bleiben... In Le Coteau begann die angehende Schreinergruppe mit der Erneuerung des Leitsystems für die dortigen Schulflure. So fertigten wir nach einem Prototyp einheitliche Holzpaneele mit integrierter Raumnummerierung- ein Projekt, das seine Relevanz mit einem offiziellen Rathausempfang unterstrich und dennoch Zeit für gemeinsame Aktivitäten zuließ.

Immer wieder zeigt sich, wie die gemeinsame praktische Tätigkeit die Jugendlichen unterstützt Barrieren zu überwinden und den Kontakt untereinander fördert. Neben den persönlichen Erfahrungen der Jugendlichen mit den landestypischen Eigenheiten der jeweiligen Erziehungs- und Ausbildungssysteme, steht für uns die Nachhaltigkeit der Projekte an zentraler Stelle- zum Beispiel als Mehrwert für die Schulgemeinschaft.

Finanziell unterstützt werden unsere Projekte durch das dfjw und den Verein Freunde der Beruflichen Schulen Waiblingen, die den Eigenbetrag der Teilnehmer aufstocken.

Zuletzt sei erwähnt, dass wir für die Arbeiten in Waiblingen mit einem weiteren Kooperationspartner planten: die Bauabteilung der Gewerblichen Schule Schorndorf unterstützte unser Vorhaben. Im Rahmen des Werkstattunterrichtes fertigte ein Kollege mit seinen Schülern die Betonsockel für die Bänke.

Und wie es der Zufall so will, ergab sich daraus ein weiteres Projekt …..

Aus welchen Gründen auch immer hatte die GSSO vier Betonblöcke übrig. Die Schulleitung in Schorndorf war von unserem Entwurf überzeugt und so erhielten wir anstelle einer Rechnung die Anfrage, ob wir nicht die “Beton-Torsi“ zu weiteren Bänken ergänzen könnten. Spontan tischlerten die Niveau-C Schülerinnen und Schülern des AV dual in einem theorie- und werkstattübergreifenden Abschlussprojekt zwei Bänke und einen Tisch und übergaben die Möbel noch vor den Ferien der GSSO.

Angela Dill