Sport trifft auf Jugendstil und Surrealismus: Studienfahrt 2018 nach Spanien

20. Sep. 2018

Am 13.07.18 starteten pünktlich um 19 Uhr 39 Schüler der TG12 in Begleitung von 4 Lehrern (Boll, Ilg, Mutschelknaus und Planert) gen Calella (Katalonien). Trotz der langen Fahrt und der teilweise doch arg eingeschränkten Beinfreiheit erreichten wir gegen 11 Uhr des Folgetages ohne größere Blessuren unser Ziel. Nach dem Beziehen der Zimmer machte man sich an die Erkundung des Ortes und der Wassertemperatur des Mittelmeeres.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann am Sonntag, 15.07.18, mit unserem höchst kompetenten Reiseleiter Ingo nach Barcelona, wo wir einen beeindruckenden Einblick in die Arbeit Gaudís und seiner Mitstreiter aus der Zeit des Modernisme (katalanischer Jugendstil) bekamen. Intensiver betrachtet wurde dabei der Palau de la Música, ein in genanntem Stil erbautes Konzerthaus des Architekten Lluís Domènech i Montaner.

Absoluter Höhepunkt dieses Tages bildete jedoch ein, wie oben bereits angesprochen, eher 'surrealistisches' Ereignis. Dabei geht es weniger um die Sache selbst (wir guckten das WM-Finale in einem spanischen Restaurant) als um die Tatsache, dass wir bei unserer Ankunft an einer Schlange von gefühlt 300 französischen Fußballfans einfach so vorbeimarschieren durften, denn wir hatten reserviert. Grund für diese unerwartete Situation war ein französischer Großkonzern, der auf dem Gelände des Poble Espanyol, auf dem sich auch unser Restaurant befand, eine Großleinwand für die ca. 2000 angereisten Frankreich-Fans bereitgestellt hatte. Wir verfolgten das Endspiel allerdings auf unserem 'privaten' Fernseher, um den wir von vielen Umherstehenden durchaus beneidet wurden. So konnten wir unsere reservierten Tische beziehen und vor stimmungsgeladener Kulisse ganz dekadent unser Abendessen genießen.

Nach kurzer, aber emotionaler Siegesfeier (wir waren 'Frankreich') ging es im Anschluss zu den Wasserspielen an der benachbarten Plaza Espanya, die einen schönen Abschluss dieses gelungenen Tages boten.

Der Montag war ebenfalls der Erkundung Barcelonas gewidmet. Erstes Ziel war nun die Basilika Sagrada Familia, Gaudís wohl berühmtestes Bauwerk und Wahrzeichen Barcelonas. Der beeindruckende Bau, der 2026 endgültig fertiggestellt werden soll, begeisterte Schüler und Lehrer gleichermaßen und veranschaulichte das herausragende Genie des katalanischen Architekten.

Da die Schwaben ja nicht nur Fußball sondern auch Fahrrad können, führten wir unsere Besichtigungstour auf dem Drahtesel weiter. Es ging quer durch die Mittelmeermetropole, die durch diese Art der Fortbewegung doch um einiges entspannter erkundet werden konnte. Der Rest des Nachmittages stand zur freien Verfügung.

Gewollt surrealistisch stand der Dienstagvormittag ganz im Zeichen Salvador Dalís bzw. seines Dalí Museums in Figueres. Das pompös umgestaltete Geburtshaus des Künstlers beherbergt einige seiner berühmtesten Werke, die die Schüler durchaus in ihren Bann zogen. Die Frage nach dem geistigen Zustand Dalís blieb jedoch weitgehend unbeantwortet ;)

Am Nachmittag konnten die Schüler im nahegelegenen Empuriabrava nun auch ihre motorisierten Fahrkünste unter Beweis stellen. Zu viert durften sie mit kleinen Motorbooten eine festgelegte Route durch die künstlich angelegten Kanäle der Stadt befahren. Die Disziplin Schwimmen wurde zum Glück erst später bei einem Sprung ins Meer vom herrlichen Sandstrand aus absolviert.

Nach einem sportfreien Mittwoch ging es am Donnerstagmorgen auch schon wieder in Richtung Deutschland. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt in der mittelalterlichen Stadt Girona. Wegen ihrer größtenteils gut erhaltenen Bauwerke diente sie u.a. als Kulisse für mehrere Folgen der beliebten Serie Game of Thrones. (Allein) dieser Tatsache war es zu verdanken, dass wir die Schüler ein letztes Mal dazu ermuntern konnten, sich kulturell weiterzubilden, was auch niemand später bereute.

Ein gemeinsames Mittagessen mit Tapas und regionalen Speisen bildete den krönenden Abschluss unserer wirklich fantastischen Reise, an die wir uns sicher alle noch lange erinnern werden.