Av-dual Go- ein Trickfilmprojekt aus dem letzten Schuljahr

12. Sep. 2016

Dass Jugendliche sich für Trickfilme begeistern können, haben wir spätestens bei der Einführung der neuen App „Pokemon Go“ bemerkt. Seit dieser ziehen grüppchenweise Smombies durch die Gegend und es wird manch ein Pokemon durchs oder ums Schulhaus gejagt. Diesem Trend griff das Projekt ‚Av-dual goes Kunstschule“ zuvor. Hier konnten die Schüler an der Kunstschule Unteres Remstal ihre eigenen Trickfilme erstellen. Die Schüler bildeten schnell Gruppen und hatten unterschiedliche Ideen.

Der erste Trickfilm war klassisch. Es wurden Strichmännchen gezeichnet. Die Geschichte ist schnell erzählt. Das Männchen klettert eine Treppe hoch, springt ins Wasser, taucht auf, schwimmt und klettert dann wieder die Treppe hoch. Das lässt sich-mit moderner Technik- in Endlosschleife abspielen. Die Schüler tauften den Trickfilm auf Paradoxon.

Im zweiten Fall knetete die Gruppe ein Männchen, das mit einem Knetball jongliert. Der Ball fliegt ihm dabei auf den Kopf und dieses Missgeschick wird sehr hart abgestraft. Das Männchen wird mit einer gigantischen Schülerfaust zerquetscht.

Die dritte Gruppe inszenierte eine Liebesgeschichte-natürlich-befanden sich in dieser schließlich mehrheitlich Schülerinnen. Mit sehr viel Herzschmerz und Dramatik wird hierbei die Frau vom herzlosen Mann verlassen. Mit einem digitalen Trickfilmprogramm nahmen die Schüler hierfür hunderte Bilder auf. Dabei ließen sich tolle Effekte kreieren. Seine Hemden wandern alleine in den Koffer, während das Liebespaar sich auf der Couch immer weiter voneinander entfernt. Das Herz der Frau schlägt dabei wild. Dieser Effekt wird mit zwei unterschiedlich groß ausgeschnittenen Herzen erzeugt. Das Herz der Figur wird dabei fortwährend  ausgetauscht. Selbstverständlich trauert die Frau nicht lange, sondern ruft ihre Freundin an. Nachdem die riesigen Papiertränen getrocknet sind, tanzen die Frauen.

Man könnte diese Trickfilme deuten:  Alle Probleme lassen sich mit Tanzen und/oder durch einen kräftigen Schlag ins Gesicht lösen oder sie bleiben eben als Paradoxon bestehen und man kommt aus der Nummer nicht mehr raus. Man muss es aber nicht so deuten.

Fest steht, dass sowohl die Schüler, als auch die Lehrer Spaß hatten und viel gelernt haben. Das Miteinander zählt. Man muss geduldig sein und sich gut absprechen, denn sonst dauert alles viel länger. Zum Beispiel sollte man ganz schnell aus dem Bild springen und „Jetzt“ schreien, wenn man nicht mit abgelichtet werden will….

Schließlich war es ein ganz tolles Projekt. Vielen Dank an Frau Rehm, die das Projekt initiiert hat und Frau Baumeister, die es an der Kunstschule begleitet hat und große Ausdauer und Geduld bewiesen hat. Wir freuen uns auf weitere Projekte mit der Kunstschule!

Katharina Brukovski