Von „Splitmaster“, „Mule-E“, „Ballista“ und „CurbGrinder“: 19 Absolventen zu staatlich anerkannten Technikern ernannt

Titelverleihung an der Gewerblichen Schule Waiblingen an 19 Techniker im Fachbereich Maschinentechnik

Uwe Ziekur, Klassenlehrer und stellvertretender Schulleiter, mit seinen Absolventen

Eric Luther mit seinem Team bei der Präsentation des Splitmasters

Am vergangenen Freitag wurden die Technikerarbeiten und die Ergebnisse der Modellbetriebe an der Gewerblichen Schule Waiblingen präsentiert, 19 Absolventen erhielten ihren Abschluss.

In Anwesenheit von Stefanie Böhm, Leitung des Dezernats für Soziales, Jugend und Bildung im Landratsamt, und dem stellvertretenden Leiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) David Fais eröffnete Schulleiter Manuel Ilg die feierliche Vergabe der Titel. Ein Grußwort sprach Siegfried Lorek, Staatssekretär des Justizministeriums und Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Waiblingen. Die Schwierigkeiten, Familie, Arbeit und Weiterqualifizierung erfolgreich zu vereinen, sei eine herausragende Leistung, die Anerkennung verdiene, stellt Schulleiter Ilg in seiner Ansprache deutlich heraus. Die Schüler werden in vier Jahren – neben ihrer beruflichen Tätigkeit - an der Gewerblichen Schule unterrichtet und unterstützt. Im Laufe des zweiten Jahres beginnt bereits die Arbeit in den Modellbetrieben, in denen die angehenden Techniker*innen ihre Projekte in Kleingruppen planen, kalkulieren, konstruieren und umsetzen – vielfach unterstützt durch regionale Unternehmen. Bis zur Präsentation der Ergebnisse jetzt im Juli sind oft mehr als 1500 Arbeitsstunden in die Technikerarbeiten investiert worden.

Bereits am Nachmittag hatten die Technikschüler die Ergebnisse ihrer Projekte an der Gewerblichen Schule präsentiert. So konnte man sich unter diesen technischen Entwicklungen eine KI-gesteuerte Ballschussmaschine, einen Elektro-Anhänger für Fahrräder und einen Felgenaufbereitungsautomaten ansehen, vorführen und erklären lassen. Besonders durchdacht, geplant und gebaut ist auch der „Splitmaster“, eine Säge- und Spaltautomat für Holzstämme – vom Baumstamm zum fertigen Scheitholz.

Uwe Ziekur, Klassenlehrer und stellvertretender Schulleiter, verabschiedet dieses Jahr seinen letzten Jahrgang und hebt dabei besonders die Nähe zur Industrie hervor. „Die Schüler müssen sich als Team finden und zusammenarbeiten, Plänen erstellen, verwerfen, neu aufstellen.“ Dabei greifen die zukünftigen Techniker auf bekanntes Wissen zurück, müssen sich aber auch vielfach neue Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen, sich in neue Verfahren und Vorgänge einarbeiten. So zeichnen sich auch viele der ausgestellten Arbeiten durch eine hohe Fertigungsdichte aus.

Die erfolgreichen Absolventen der Gewerblichen Schule Waiblingen sind:

Panagiotis Anastasiadis, Jonathan Benzler, Peer Bommersbach, Enes Dincer, Simon Eirich, Julian Grams, Florian Hajredini, Christoph Heilmeyr, Höfer, Lukas, Miguel Klatt Cerqueira, Paul Klemm, Alexander Konradi, Eric Luther, Daniel Osiander, Sharujan Poologan, Leonard Seidermann, Mike Simon, Lukas Streimel, Yannick Tugendheim.

Für besonders gute Leistungen erhielten Peer Bommersbach, Florian Hajredini, Lukas Höfer, Daniel Osiander und Leonard Seidermann einen Preis. Lukas Höfer schließt die Technikerschule mit einem Traumschnitt von 1,0 ab.