Graue Theorie trifft Praxis: Geschichtsstudenten der Uni Stuttgart besuchen die GSWN

16. Jul. 2018

Im Sommersemester 2018 bot die Universität Stuttgart für Lehramtsstudenten des Faches Geschichte das erste Mal ein Seminar zur Digitalisierung im Unterricht an. Der Ansturm war entsprechend groß und die Plätze im Seminar schon am ersten Anmeldetag ausnahmslos belegt.

Unser Dozent Herr Ilg unterrichtet an der Gewerblichen Schule in Waiblingen und kündigte schon zu Beginn des Semesters an, dass nach einigen theoretischen Inhalten über methodische und fachdidaktische Aspekte mehrere Praxiseinsätze an seiner Stammschule ein zentraler Teil der Veranstaltung darstellten.

In den Monaten Juni und Juli besuchten insgesamt fünf Gruppen, bestehend aus drei bis sechs Studierenden, die Gewerbliche Schule Waiblingen und erprobten dort digitale Unterrichtselemente. In einer Friseurklasse wurde die Rolle des Haarschnitts als identitätsstiftendes Merkmal der Kaiserzeit thematisiert, mit einer Sanitärklasse untersuchten wir Merkmale eines Tyrannen bzw. Alleinherrschers und am Technischen Gymnasium spielten die Funktion der Propaganda und die Verfolgung von Minderheit im Spiegel der Zeit eine wesentliche Rolle. Wir testeten verschiedene Apps in der Erarbeitungsphase und als Ergebnissicherung, drehten Lernvideos als Unterrichtseinstieg für die Schüler und sicherten mit Quiz-Programmen die Inhalte unserer Stunden.

Durch die Praxiseinsätze wurde uns bewusst, wie oft Kleinigkeiten in der Vorbereitung oder während des Unterrichts den Stundenablauf beeinträchtigen und dass auch eine digitale Unterrichtsstunde sehr gut vorbereitet sein will. Wir hatten riesigen Spaß am Unterrichten und mit den Schülern und sind froh, dass durch das Seminar die ansonsten sehr spärlichen Möglichkeiten, als Lehramtsstudent Praxiserfahrung zu sammeln, ein klein wenig erweitert wurden.

Bei der Schulleitung der Gewerblichen Schule Waiblingen wollen wir uns herzlich dafür bedanken, dass wir als Gäste (und vielleicht potenzieller Nachwuchs) dort im Einsatz sein durften!

M. Politsch